Risse im Eis sorgen für Rückzug

Antarktische Forschungsstation von Klimawandel bedroht

Antarktische Forschungsstation von Klimawandel bedroht
Antarktische Forschungsstation von Klimawandel bedroht
"Halley VI", die britische antarktische Forschungsstation auf dem Brunt-Schelfeis muss vorübergehend alle Tätigkeiten einstellen. Die 88 Mitarbeiter werden evakuiert.

Darunter auch die 16 Mitarbeiter, die auf der Station überwintern sollten. Von März bis November will die Forschungsgesellschaft British Antarctic Survey (BAS) ihre Forschungsstation schließen.

Grund dafür sind zunehmende Risse im Eis. "Halley VI" liegt auf einer schwimmenden Eisplatte, bei der seit 2012 eine Vergrößerung der Kluft im Eis beobachtet wurde. Deshalb wurde bereits 2015 mit dem Umzug der Forschungsstation zu einem 23 Kilometer östlich entfernten Standort begonnen.

2016 aber ist ein weiterer Riss dazu gekommen, der es unmöglich macht, Vorhersagen bezüglich der Geschehnisse mit der Schelfeisplatte über den Winter hinweg zu machen. Es besteht die Gefahr, dass das Eis in der Umgebung der Station brechen könnte, sodass als reine Vorsichtsmaßnahme das Personal abgezogen wird.

Die Forschungsstation "Halley VI" ist laut BAS-Angaben bei der Beobachtung des Klimawandels von internationaler Bedeutung. Die wissenschaftliche Datenerfassung soll auch unter den gegebenen Umständen auf lange Sicht sicher gestellt werden.
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