Rauchverbote gehören zum Lebensrisiko

Das Rauchverbot am Strand stellt keinen Reisemangel dar

Rauchverbot ist kein Reisemangel
Rauchverbot ist kein Reisemangel
Gerichtliche Auseinandersetzungen zur nachträglichen Minderung des Reisepreises finden häufig statt. Das Amtsgericht in Hannover musste sich mit der Frage befassen, ob ein staatliches Rauchverbot am Strand als Reisemangel einzustufen sei. Die Richter lehnten die Klage des Reisenden auf Reisepreisminderung ab.

Unter dem Aktenzeichen Az.: 567 C 9814/15 veröffentlichten Urteil stuften sie das zwischenzeitlich vom Staat erlassene Rauchverbot am Strand als allgemeines Lebensrisiko ein.

Der Kläger hatte mit einer verringerten Urlaubsfreude argumentiert. Zum Zeitpunkt der Reisebuchung bestand das Rauchverbot an seinem Reiseziel in Jamaika tatsächlich noch nicht. Des Weiteren bemängelte er, dass er in weiten Teilen des gebuchten Hotels nicht rauchen durfte. Auch diesen Umstand sahen die Richter nicht als Reisemangel an, zumal dort spezielle Raucherbereiche eingerichtet und ausdrücklich gekennzeichnet waren.

Im konkreten Fall hat der Reiseveranstalter dem Kläger vor Ort den Umzug in ein mit einem Raucherbalkon ausgestattetes Hotelzimmer angeboten. Das Urteil bedeutet, dass Sie sich nicht auf eine Raucherlaubnis am Strand oder im Hotel verlassen können, selbst wenn diese zum Zeitpunkt Ihrer Reisebuchung besteht.

Das Gerichtsurteil bezieht sich selbstverständlich nicht auf Fälle, in denen der Reiseveranstalter die bestehende Erlaubnis zum Tabakkonsum ausdrücklich im Katalog erwähnt.
Verwandte Themen
Rauchverbot | Reisemangel | Strand | Reisebuchung
Diskussionen
Ähnliche News
Anzeige