Rund 232 000 Nutzvögel getötet

Deutschland kämpft weiter gegen die Vogelgrippe

Vogelgrippe erreicht bereits 18 Bundesländer
Vogelgrippe erreicht bereits 18 Bundesländer
Laut Expertenmeinungen sind keine Hinweise vorhanden, die auf ein Nachlassen der Vogelgrippe in Deutschland hindeuten würden. Nach einer Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) seien, seit dem ersten bestätigten Fall des H5N8-Erregers Anfang November, beinahe 30 Fälle in Geflügelhaltungen verzeichnet worden.

Dieses Problem beschränkt sich längst nicht nur auf die nationale Ebene. Gleichermaßen breitet sich der H5N8-Erreger auch international aus. Der jüngste gemeldete Verdachtsfall kommt aus der Slowakei. Neueste belegte Funde haben ihre Herkunft in Kroatien und Griechenland.

Zuerst trat der gefährliche Erreger am 8. November bewiesenermaßen in Deutschland auf. Er wurde am Bodensee bei einer verendeten Wildente und bei verstorbenen Wasservögeln in Schleswig-Holstein registriert. Inzwischen erstreckt sich das Ausbreitungsgebiet über 15 Bundesländer.

Niedersachsen hat es mit 11 bewiesenen Fällen des Erregers, laut einer Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums, bisher am schlimmsten getroffen. Bei fast allen Fällen handele es sich um geschlossene Putenmastbetriebe.

Nur bei einem Vorfall war ein Kleinstbestand betroffen. Um eine Weiterverbreitung des Erregers zu vermeiden, mussten alle Tiere in den betroffenen Betrieben getötet werden. Durch diese Keulungsaktionen, sind nun seit November schon etwa 232 000 Nutzvögel ums Leben gekommen.
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Vogelgrippe | H5N8-Erreger | Landwirtschaftsministerium | Putenmastbetrieb | Friedrich-Loeffler-Institut
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