Alkoholisiertes Segway-Fahren ist strafbar

Segway unterliegt als Kraftfahrzeug dem Straßenverkehrsgesetz

Segway unterliegt als Kraftfahrzeug dem Straßenverkehrsgesetz
Segway unterliegt als Kraftfahrzeug dem Straßenverkehrsgesetz
Sie erfreuen sich vermehrter Beliebtheit und sind aus unserem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Segways machen Spaß und sorgen für flottes Vorankommen.

Was den wenigsten klar ist, ist, dass das Führen der Balance-Mobile unter Alkoholeinfluss zum Verlust des Führerscheins führen kann. Hier greifen nämlich die gleichen Vorschriften wie bei PKWs.

Damit einher gehen auch die gleichen Promillegrenzen. Die deutsche Rechtsprechung unterscheidet hier nicht zwischen Kraftfahrzeug und Segway. Am Landgericht Hamburg wurde dies nun mittels eines Urteils untermauert.

Die Grenze für die absolute Fahruntüchtigkeit liegt hiernach auch bei der Nutzung von Segways bei 1,1 Promille. Die Entscheidung des Landesgerichts fußt hierbei auf einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg, welches besagt, dass Segways als Kraftfahrzeuge nach Paragraph 316 des Strafgesetzbuches zu behandeln sind und die Führer derselben die gleichen Vorschriften zu befolgen haben.

Hintergrund des Ganzen war die Revisionsklage eines Segway-Fahrers, der sein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss bewegt hatte und dafür verurteilt wurde.

Die Klage wurde in beiden Instanzen abgewiesen. Aufgrund der 1,5 Promille wurde das Strafmaß auf ein Jahr Führerscheinentzug festgesetzt. Der genaue Wortlaut des Urteils kann online beim OLG Hamburg unter der Veröffentlichungsnummer 1 Rev 76/16 nachgelesen werden.
Verwandte Themen
Segway | Straßenverkehrsgesetz | Promillegrenze
Diskussionen
Ähnliche News
Anzeige