Grenzwert 380-fach überschritten

Teurer Kamillentee mit krebserregenden Stoffen belastet

Kamillentee der Marke Kusmi Tea zu hohe Schadstoffwerte
Kamillentee der Marke Kusmi Tea zu hohe Schadstoffwerte
Die Stiftung Warentest hat den Kamillentee der Marke Kusmi Tea auf Schadstoffwerte analysiert. Es wurden 28 verschiedene Pyrrolizidinalkaloide (PA) getestet. Das Ergebnis zeigte, dass in einem Teebeutel des untersuchten Kamillentees 161 Mikrogramm PA enthalten sind.

Die Stiftung Warentest stuft 0,007 Mikrogramm pro Tag und Kilogramm Körpergewicht als unbedenklich ein. Dieser Grenzwert würde bei einer 60 Kilo schweren Person bereits durch eine Tasse dieses Kamillentees um das 380-fache überschritten.

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stehen Pyrrolizidinalkaloide im Verdacht beim Menschen krebserregend zu sein. Bei Ratten wirken die PA´s "eindeutig krebserregend und erbgutverändernd", so die Verbraucherschutzorganisation.

Der Hersteller zieht bis zur genauen Klärung durch eine Analyse vorsorglich alle Kamillentees, die in Europa auf dem Markt sind, zurück. Verbraucher können gekaufte Produkte zurückgeben.

Die Daten des untersuchten Kamillentees:
Name: Kusmi Tea Kamille
Verpackung: 20 Teebeutel, 44 g
Mindesthaltbarkeitsdatum: 10 / 2019
Chargennummer der Karton-Verpackung: LOT: 161031
Chargennummer der Teebeutel: LOT: KUS163121

Die Pyrrolizidinalkaloide gelangen über Wildkräuter, welche nach der Ernte nicht aussortiert werden, auf natürliche Weise in die Tees. Das BfR fordert seit Jahren, bei der Herstellung von Tee eine sorgfältigere Aussortierung solcher Erntebegleitstoffe vorzunehmen.
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Kamillentee | Kusmi Tea | Pyrrolizidinalkaloide | Grenzwert | Krebserregend | BfR
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