Gut 7000 Fälle weniger

Weniger Zwangsversteigerungen bei Immobilien in Deutschland

Weniger Zwangsversteigerungen bei Immobilien in Deutschland
Weniger Zwangsversteigerungen bei Immobilien in Deutschland
Die Anzahl der Immobilien-Zwangsversteigerungen ist in Deutschland im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr von etwa 38 000 Terminen auf circa 31 000 Fälle gesunken. Am stärksten vom Verlust des Wohneigentums betroffen waren Haushalte in Sachsen-Anhalt mit 147 Versteigerungsfällen auf 100 000 Haushalte.

Die beste Quote weist Hamburg mit lediglich 18 Zwangsversteigerungen je 100 000 Privathaushalte auf. Die Anzahl der gescheiterten Immobilienfinanzierungen liegt jedoch doppelt so hoch wie die Ziffer der Versteigerungen.

In etwa jedem zweiten Fall haben die Banken die von ihnen finanzierten Häuser und Eigentumswohnungen direkt an einen neuen Eigentümer verkauft, nachdem der Finanzierungskunden seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte.

Eine zusätzliche Schwierigkeit, die zu weiteren Verlusten an Wohneigentum führen kann, ergibt sich aus der restriktiven Kreditvergabe. Da Senioren selbst mit dem Angebot der Absicherung durch eine vollständig abbezahlte Immobilie zunehmend schwer Kredite erhalten, müssen sie ihr Wohneigentum verstärkt aufgrund dringend notwendiger Reparaturarbeiten aufgeben.

Die Banken rechnen zudem mit einer zunehmenden Anzahl an Zwangsversteigerungen von Immobilien, sobald die derzeit äußerst niedrigen Bauzinsen wieder ansteigen.
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Immobilienfinanzierung | Zwangsversteigerungen | Zwangsvollstreckung | Versteigerung | Eigentumswohnung
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