Was hilft gegen Sodbrennen?

Wenn es in der Speiseröhre brennt

Wenn es in der Speiseröhre brennt
Wenn es in der Speiseröhre brennt
Beim Sodbrennen kann der Mageninhalt bis in die Speiseröhre steigen und zu einem regelrechten Brennen führen. Einerseits ist das recht unangenehm, häufiges Sodbrennen kann auch zu Folgeerkrankungen führen. Ehe Sie gleich zu Medikamenten greifen, können Sie vor allem bei gelegentlichem Sodbrennen auch mit Hausmitteln versuchen.

Hausmittel


Ein Mittel, das Sie immer dabeihaben ist Spucke, beim Herunterschlucken wird Magensäure neutralisiert. Ein Mittel, um die Speichelproduktion ist das Kauen von Kaugummi. Am besten geeignet sind zuckerfreie Sorten ohne Frucht- oder Mentholgeschmack.

Durch das Trinken von lauwarmem Wasser wird die Magensäure verdünnt. Auch Mineralwasser mit mindestens 1300 mg Hydrogencarbonat je Liter hilft bei Übersäuerung. Kamillentee oder Tee aus Anis, Scharfgarbe, Kümmel oder Fenchel wirken magenberuhigend.

Beim Kauen von einer Handvoll Mandeln oder Nüsse wird Eiweiß freigesetzt, dieses verringert die Magensäureproduktion. Wenn Sie zwei Esslöffel Haferflocken gut zerkauen und herunterschlucken, werden durch das darin enthaltenen Eiweiß und die Stärke die Säure gebunden.

Ein gut gekautes Stück Salatgurke hilft bei Sodbrennen, ebenso das Trinken von Kartoffelsaft oder das Essen einer gekochten Kartoffel.

Es gibt aber auch Hausmittel, die Sodbrennen verschlimmern können. Milch, Quark oder Joghurt können bei empfindlichen Menschen Sodbrennen begünstigen. Auch der oft gereichte Verdauungsschnaps ist nicht unbedingt ratsam, durch den Alkohol wird die Säureproduktion zusätzlich angeregt.

Medikamente


Neben den Hausmitteln helfen viele frei verkäufliche Medikamente gegen Sodbrennen. Antazida binden oder neutralisieren die Magensäure. Sie wirken sehr schnell allerdings nur kurzzeitig und sollten nur bei gelegentlichem Sodbrennen genommen werden.

H2-Rezeptorblocker bewirken, dass nur wenig Magensäure produziert wird. Die Wirkung kann bis 12 Stunden anhalten, als Nebenwirkung können Kopfschmerzen und Müdigkeit auftreten. Protonenpumpenhemmer oder Protonenpumpen-Inhibitoren blockieren in der Magenschleimhaut ein Enzym, dadurch wird wenig oder keine Magensäure produziert. Ihre Wirkung kann mehrere Tage anhalten.
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