Das Bikini-Atoll stand Pate

Woher hat der Bikini seinen Namen?

Der Bikini, ein Kleidungsstück ohne das Frau (und Mann) nicht mehr auskommt
Der Bikini, ein Kleidungsstück ohne das Frau (und Mann) nicht mehr auskommt
Nicht wenige Trägerinnen nehmen an, dass der Name des vor 70 Jahren von Louis Réard erfundenen Bikinis auf die beiden Teile anspiele, aus denen die Badebekleidung besteht.

Zu dieser Vermutung tragen auch Begriffe wie Monokini für eine einteilige Variante mit Trägern und Trikini für eine aus drei Einzelstücken bestehende Alternative bei. Tatsächlich hat der Erfinder den Bikini jedoch nach dem Bikini-Atoll benannt, das aufgrund von Kernwaffenversuchen durch die USA unbewohnbar wurde.

Die Behauptung, dass er mit der Namensgebung auf die Atomwaffenversuche aufmerksam und somit gegen diese protestieren wollte, stellt möglicherweise eine später entwickelte Legende dar. Immerhin bewarb er den Bikini als »anatomische Atombombe«.

Der Bikini löste zunächst heftige Proteste aus, da er als unzüchtiges Kleidungsstück aufgefasst wurde. An spanischen und italienischen Stränden galt bis zur sexuellen Revolution Ende der 1960er Jahre sogar ein Trageverbot für Bikinis.

Inzwischen sorgen zumindest an europäischen Stränden selbst Weiterentwicklungen wie der kaum noch Haut verdeckende Microkini für Aufregung. Den bislang teuersten Bikini stellte Scott Henhall im September 2004 auf der Londoner Modemesse vor. Er war mit Diamanten besetzt und 2,8 Millionen Euro wert.
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Bikini | Modemesse | Scott Henhall | Louis Réard
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