Das Glück resultiert aus Beziehungen

Angzeitstudien zeigen: Geld, Ruhm und Erfolg machen nicht glücklich

Angzeitstudien zeigen: Geld, Ruhm und Erfolg machen nicht glücklich
Angzeitstudien zeigen: Geld, Ruhm und Erfolg machen nicht glücklich

Der Psychiater und Psychoanalytiker Robert Waldinger hat Langzeituntersuchungen zum Thema Glück analysiert und interpretiert. Dabei ist er zu der Erkenntnis gelangt, dass ein glückliches Leben nur bedingt mit Reichtum und beruflicher Anerkennung zusammenhängt. Menschen benötigen vielmehr gute Beziehungen, um dauerhaft glücklich zu werden und zu bleiben.

Sowohl die herangezogene "Grant-Studie" als auch die "Glueck-Studie" zeigen, dass intakte, harmonische und bereichernde Beziehungen glücklich und gesund machen. Dazu zählen zwar auch soziale Kontakte, aber vor allem Freundschaften, Paarbeziehungen und Ehen. Einsame Menschen sind weniger glücklich und weniger gesund. Sie sterben früher. Der Harvard-Professor Waldinger weist darauf hin, dass es nicht auf die Zahl der Kontakte und Freundschaften ankommt, sondern auf deren Qualität und Intensität.

Bei den Untersuchungsergebnissen ist zu bemängeln, dass in der "Grant-Studie" lediglich das Leben von männlichen Absolventen der Eliteuniversität Harvard untersucht wurde. Für diese spielt Geld insofern keine Rolle, als stets (mehr als) genug davon vorhanden ist. Die "Glueck-Studie" des Ehepaars Sheldon und Eleanor Glueck hat ergeben, dass es hauptsächlich die Eltern und die Bezugspersonen in der Kindheit und Jugend sind, die über das spätere Glück der Probanden "entscheiden". Die Chancen sind also ungleich verteilt.
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