Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Dortmunder Zollbeamte stellen 1,7 Kilo Marihuana auf der A2 sicher

Am 03. Januar 2017 gegen 10:00 Uhr kontrollierten Beamte der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Dortmund einen in den Niederlanden zugelassenen Pkw. Sie zogen das Fahrzeug auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover aus dem fließenden Verkehr auf die Rastanlage "Kleine Herrenthey".

Im Fahrzeug saß eine 67-jährige niederländische Staatsangehörige, die sich mit ihrem niederländischen Personalausweis ordnungsgemäß auswies. Sie gab an, sich auf dem Weg nach Kassel zu befinden, um ihre Nichte nach einer OP im Krankenhaus zu besuchen. Sie wurde gebeten, den Kofferraum zu öffnen. Dieser war leer und ohne jegliches Reisegepäck. Nochmals zu Reisezweck und Reiseziel befragt verstrickte sich die Frau in Widersprüche, worauf die Zollbeamten eine intensivere Kontrolle des Fahrzeugs durchführten. Nach dem Öffnen der Fahrertür strömte den Beamten ein intensiver Geruch von Marihuana entgegen und hinter den Vordersitzen wurden sie dann fündig. In einer Einkaufstasche wurde ein in einer Sommerdecke eingewickeltes Folienpaket mit insgesamt 1, 7 Kilo Marihuana gefunden und sichergestellt.

"Auf die Drogen angesprochen erwiderte die Frau, dass sie sich nicht erklären könne, wie die Tüte in ihr Auto gekommen sei. Unwissenheit schützt jedoch bekannter Weise nicht vor Strafe", sagte Uwe Jungesblut, Pressesprecher des Hauptzollamts Dortmund. Die Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen und in Polizeigewahrsam nach Dortmund verbracht. Sie erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

"Die beschlagnahmten Drogen hätten im Straßenverkauf mindestens 17.000 Euro erzielt. Nun werden sie nach Abschluss des Strafverfahrens restlos vernichtet", so Jungesblut weiter.

Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt in Essen.
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