Flucht quer über Autobahn

Kroate nach lebensgefährlicher Flucht im Gefängnis

Ein Kroate ist am Mittwoch (4. Januar) kurz vor der Kontrollstelle der Bundespolizei auf Höhe Schwarzbach quer über die Autobahn gerannt. Er wollte sich offensichtlich einer näheren Überprüfung durch die Bundespolizisten entziehen. Wie sich herausstellte, lag gegen den 37-Jährigen ein Haftbefehl vor. Ihm steht ein längerer Gefängnisaufenthalt bevor.

Noch vor den Beamten, die auf der A 8 die Fahrzeuge in die Kontrollstelle weisen, öffnete sich unvermittelt die Beifahrertüre eines in der Schweiz zugelassenen Wagens. Ein Mann verließ das Fahrzeug und rannte auf die Gegenfahrbahn der Autobahn. Augenscheinlich wollte er sich durch diese lebensgefährliche Aktion die anstehende Kontrolle ersparen. Als er die Rufe der eingesetzten Bundespolizisten gehört hatte, dürfte ihm jedoch klar gewesen sein, dass seine spontane Flucht weder unentdeckt geblieben ist, noch große Aussicht auf Erfolg gehabt hätte. Er ließ sich widerstandslos festnehmen.

Die Beamten überprüften die Personalien des kroatischen Staatsangehörigen und fanden heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl der Mannheimer Staatsanwaltschaft vorlag. Demnach war der Gesuchte bereits 2013 vom Landgericht in Mannheim wegen erpresserischen Menschenraubs zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Nachdem er einen Teil seiner Strafe verbüßt hatte, musste er das Land verlassen. Außerdem wurde ihm das Recht auf Freizügigkeit durch das Regierungspräsidium Karlsruhe aberkannt. Mit seiner illegalen Rückkehr nach Deutschland wurde nun der Rest der Freiheitsstrafe fällig. Der Mann muss noch 648 Tage lang ins Gefängnis. Die Bundespolizei zeigte ihn wegen des versuchten Verstoßes gegen das Wiedereinreiseverbot an und brachte ihn in die Justizvollzugsanstalt nach Bad Reichenhall.
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