Die private Krankenversicherung im Detail

Private Krankenvericherung

Private Krankenversicherung
Private Krankenversicherung im Detail

Die private Krankenversicherung im Detail



Auf Grund der privaten Krankenversicherung stehen dem Versicherungsnehmer mögliche Individualitäten in der Wahl des Leistungsumfangs zur Verfügung. Wer nämlich seinen Körper kennt, kann sehr wohl - wenn er sich für eine private Krankenversicherung entscheidet - gegenüber gesetzlichen Versicherungen Geld sparen. Denn bei gesetzlichen Krankenversicherungen gibt es den Einheitstarif; bei privaten Krankenversicherung individuelle Vorschreibungen. So kann der Versicherungsnehmer genau jenes Maß an einer medizinischen Versorgung nutzen, welches er schlussendlich auch benötigt. Ein weiterer Vorteil besteht auch darin, dass der Versicherte keine Praxisgebühr entrichten muss. Der private Versicherungsschutz gilt zudem auch nicht nur in Ländern, die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind, sondern beinahe auf der ganzen Welt. Ein enormer Vorteil für all jene Personen, die mitunter oft im Ausland sind. Natürlich versuchen sich die Versicherer auch immer wieder auf den neuesten Stand zu bringen und bieten zudem auch Kombi-Pakete an. So werden von den jeweiligen Gesellschaften - neben privaten Krankenversicherungen - auch zahlreiche Formen der Altersvorsorge oder auch Riester-Renten angeboten.

Wie setzt sich die Beitragsbemessung zusammen?

Das Geschlecht, die gesundheitliche Vorgeschichte und auch das Alter spielen eine wesentliche Rolle bei der Beitragsbemessung für den Versicherungsnehmer. Natürlich richtet sich die Höhe der Versicherungsprämie aber auch nach den individuellen Wunschleistungen des Antragstellers. Wer nur Chefarzt-Behandlungen möchte, Ein-Bett-Zimmer bei Krankenhausaufenthalten wünscht oder auch diverse Zusatzleistungen von Heilpraktiker-Behandlungen ersetzt bekommen möchte, muss daher tiefer in die Tasche greifen.

Gibt es günstige Tarife?

Die private Krankenversicherung lohnt sich vor allem für junge Menschen, welche relativ früh einsteigen. Hier stehen besonders günstige Tarife zur Verfügung. Wichtig ist, dass sich die Antragsteller über die Leistungen informieren. Zu Beginn reicht zwar im Regelfall ein gewöhnliches "Standardpaket", jedoch sollte man darauf achten, im Vergleich zur gesetzlichen Versicherung, Kosten zu sparen. So gibt es Versicherer, welche sechs Monatsraten zurückerstatten, wenn der Versicherte ein Jahr keine Krankheitskosten verursacht. Es gibt auch Versicherungsnehmen, die Tarife ohne Gesundheitsprüfung anbieten.

Die Altersrückstellung

Seit dem Jahr 2008 gibt es den Basistarif für Privatversicherte. Das hat zur Folge, dass Versicherungen nicht mehr selbständig die Tarife entwickeln können. Dadurch wurde der Wettbewerb eingeschränkt, sodass allen Antragstellern ein sogenannter "einheitlicher Basistarif" angeboten werden muss. Vor allem Interessierte, die als Geringverdiener eingestuft werden, Künstler sind oder ein Gewerbe betreiben, schließen vorwiegend Basistarife ab. Eine weitere Regelung, die erst mit dem Jahr 2008 kam, ist die Altersrückstellung. Denn die Rücklagen, die während der Vertragslaufzeit auf Grund der Beiträge geschaffen wurden, sollen mit dem zunehmenden Alter auch höhere Behandlungskosten kompensieren. Wer mit seinem Anbieter unzufrieden war und einen neuen Tarif bei einer anderen Versicherungsgesellschaft möchte, konnte zwar wechseln, jedoch die angesparte Summe nicht übertragen lassen. Durch die Altersrückstellung ist eine Mitnahme des "finanziellen Polsters" möglich; wer hingegen beim Unternehmen bleibt und nur den Tarif wechselt, kann sogar die angesparte Summe zu 100 Prozent übertragen.

Wenn Selbstbehalte erhöht werden, sinkt automatisch der Beitragssatz?

Privatversicherte haben auch die Möglichkeit, dass sie beim Beitragssatz sparen können. Etwa dann, wenn sich Versicherte für einen höheren Selbstbehalt entscheiden. Denn je höher der Selbstbehalt ausfällt, desto geringer ist die zu zahlende Prämienvorschreibung. So kann der Versicherte den Beitragssatz senken, muss aber beachten, dass hohe Selbstbehalte nur dann sinnvoll sind, wenn Arztbesuche selten wahrgenommen werden. Eine weitere Möglichkeit ist die tendenzielle Niedrighaltung des Leistungsumfangs. Wer sich gegen ein Ein-Bett-Zimmer entscheidet und auch mit einem Mehrbett-Zimmer zufrieden ist, wenn er stationär aufgenommen wird, kann Geld sparen.

Die Beitragsreduktion im Alter

Viele Interessierte wollen - aus Angst vor extrem hohen Kosten, die im Alter entstehen - keine private Krankenversicherung abschließen. Doch die Ängste sind unbegründet, wenn der Tarif eine Beitragsreduktion im Alter aufweist. Zu beachten ist, dass Kostensteigerungen nicht nur Privatversicherungen, sondern auch gesetzliche Versicherungen betreffen. Dies deshalb, da steigende Kosten nur sehr selten im Inneren des Betriebes stattfinden, sondern vorwiegend durch höhere Produktionspreise bei zahlreichen Medikamenten. Mitunter kann aber auch, wenn die Kosten im Alter zu hoch werden, Tarifwechsel durchgeführt werden, wobei hier auf entsprechende Leistungskürzungen geachtet werden muss.

Der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung

Möchte der Versicherte die private Krankenversicherung kündigen und wieder in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln, muss er bestimmte Regeln berücksichtigen. Der Arbeitgeber ist dahingehend verpflichtet, den Versicherten als Pflichtmitglied zu führen und somit der gesetzlichen Krankenversicherung zu melden. Der Versicherte muss auch beweisen, dass sein Einkommen unter der sogenannten Versicherungspflichtgrenze liegt (jene lag im Jahr 2015 bei 54.900 Euro Jahresgehalt/brutto). Tritt eine plötzliche Arbeitslosigkeit ein, meldet das zuständige Arbeitsamt den Versicherten automatisch der gesetzlichen Krankenversicherung; zu beachten ist, dass die Altersrückstellung, welche bei der Privatversicherung gesammelt wurde, verloren geht. Hat sich der Versicherte aber vor dem Wechsel zur Privatversicherung komplett aus allen gesetzlichen Versicherungspflichtigen befreien lassen, kann eine Rückkehr erschwert werden und ist, wenn der Versicherungsnehmer über 55 Jahre alt ist, unmöglich.

Der Wechsel zur privaten Krankenversicherung

Ein unkomplizierter Vorgang, wenn alle Voraussetzungen (etwa Berufsstand sowie Einkommensgrenze) erfüllt wurden. Natürlich sollte die gesetzliche Krankenversicherung erst gekündigt werden, wenn der Versicherte den Nachweis der privaten Krankenversicherung in den Händen hält. Wer nämlich Pech hat, steht für einige Tage ohne Versicherung dar. Wer seine gesetzliche Krankenversicherung kündigen möchte, muss die Kündigungsfrist berücksichtigen (die Kündigung ist erst mit dem Ende des übernächsten Kalendermonats gültig). Die bisherige Versicherung muss des Weiteren dem Wechsel zustimmen und der Arbeitgeber darüber in Kenntnis gesetzt werden, damit auch hier eine rechtzeitige Umstellung erfolgen kann.

Wer kann in die private Krankenversicherung wechseln?

In die private Krankenversicherung können Selbständige, Künstler, Studenten sowie Freiberufler wechseln. Arbeitnehmer können nur dann eine private Versicherung in Anspruch nehmen, wenn sie im letzten Jahr ein monatliches Bruttoeinkommen von über 4.575 Euro bezogen. Beamte haben nur die Möglichkeit eine private Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen, wenn der Staat einen Anteil als Arbeitgeber übernimmt. Studenten, welche nicht mehr die Voraussetzungen der Familienversicherungen erfüllen, müssen im Vorfeld Informationen über etwaige Sondertarife bei privaten Krankenversicherungen einholen. Der Arbeitgeber ist bei Angestellten des Weiteren verpflichtet, 50 Prozent der allfallenden Kosten der Privatversicherung (jedoch nur in der Höhe des gesetzlichen Höchstsatzes) mitzutragen.

Private Krankenversicherung - Der Vergleich



Wer sich für eine private Krankenversicherung interessiert, sollte natürlich auch die unterschiedlichen Angebote und Tarife miteinander vergleichen. Nur so kann sich der potentielle Privatversicherte überzeugen, die beste Wahl getroffen zu haben.

Vergleichen Sie jetzt und sparen Sie Geld





Verwandte Themen
Tarifvergleich | Tarife | Krankenversicherung | Private Krankenversicherung | Versicherungen
Diskussionen
Ähnliche News
Anzeige