Hauptgründe: Frust und Finanzierungsprobleme

Promotion als unüberwindbare Hürde - viele brechen ab

Promotion als unüberwindbare Hürde - viele brechen ab
Promotion als unüberwindbare Hürde - viele brechen ab

Es gibt leider keine verlässlichen Zahlen darüber, wie viele Promovenden in Deutschland jährlich aufgeben. Fest steht, dass es zu viele sind und dass nicht wenige einen Abbruch ernsthaft in Erwägung ziehen. Was sind die Gründe?

Ein Promotionsabbruch geschieht in den meisten Fällen nicht spontan und leichtsinnig. Im Rahmen von Umfragen ist häufig zu hören, dass die Betreuung nicht zufriedenstellend ist und dass die Berufsaussichten fehlen. Die Bildungsforscherin Anja Franz von der Universität Magdeburg hat durch Befragungen herausgefunden, dass vor allem enttäuschte Erwartungen ausschlaggebend sind.

Darüber hinaus spielt auch das Geld eine wesentliche Rolle: Stellen, die eigens zur Anfertigung der Doktorarbeit eingerichtet werden, sind ebenso rar gesät wie Stipendien. Förderungen werden in der Regel nur für zwei bis drei Jahre bewilligt. Allerdings ist es erfahrungsgemäß kaum möglich, in diesem Zeitraum die Dissertation abzuschließen. Die Durchschnittsdauer liegt bei fünf Jahren.

Um rechtzeitig zu helfen und Studienabbrüche zu verhindern, wurde an der Humboldt-Universität zu Berlin nun ein Projekt mit dem Titel "Dropout" gestartet. Neben Sprechstunden und individuellen Beratungen werden auch Informationsveranstaltungen und Workshops zum Thema angeboten. Zielgruppe sind nicht nur Promovenden, sondern auch Master- und Bachelorstudenten.
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