Streit um serbische Zugstrecke entfacht alte Fehden

Serbische Zugstrecke

EU bleibt stumm

20 Jahre nach dem Bürgerkrieg soll nun eine alte Eisenbahnverbindung zwischen Serbien und dem Kosovo wieder ins Leben gerufen werden. Klingt an sich nicht spektakulär, wäre da nicht ein kleines Detail: Der Bezug ist mit dem provozierenden Satz "Kosovo ist Serbien" auf 21 Sprachen bedruckt- auch auf Albanisch. Einen Satz, den die albanische Kosovo- Regierung nicht genehmigt hat, doch die Streckenverbindung endet bereits vor der Grenze zum Kosovo im nördlichen Mitrovica, in dem die Serben eine Mehrheit vereinigen können.

Die Serben wollen nach wie vor das von den Albanern bewohnte Kosovo zurück. Auch Regierungschef Aleksandar Vucic gab eine endgültige Warnung Kund. Beschwerden an den Verbündeten China und Russland und ebenso an die EU, die trotz Vermittlungsversuchen, Finanzhilfe, eingesetzten Schutztruppen und Eulex Schulter zuckend zuschaue, werden laut. Der Protestschrei der Serben versucht dennoch vor allem von eines abzulenken: Dem gescheiterten Versuch, die eigene Wirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen. Eine Massenauswanderung der Jugend ist seit Jahren eine verheerende Folge.


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