LOADING

Type to search

Wirtschaft

Privates Krisenmanagement bei Wasserversorgungsengpässen

Share
wasserversorgung

Welche Herausforderungen haben die städtischen Versorgungsnetze zu bewältigen?

In trockenen Sommermonaten hat sich gezeigt, dass die Wasserversorgung in Deutschland knapp werden könnte. Obwohl immer mehr Privathaushalte und Geschäftsunternehmen in eigene Hauswasserwerke und Kreiselpumpen investieren, müssen die Stadtwerke die Stellräder anpassen. Da der Trinkwasserbedarf in solchen Monaten rapide ansteigt, stehen die Instrumente der Trinkwasserverteilung und Gewinnung vor einer großen Herausforderung.

Wasserwerke, Verteilungsnetze und Pumpen müssen optimiert werden

Im heißen Sommerjahr 2018 kamen die hessischen Wasserwerke an ihre Belastungsgrenze. Einige Anlagen wurden zu 100 Prozent ausgelastet, weil zu viele Menschen, zur selben Uhrzeit Wasser benötigten und die Trinkwasserspeicher volllaufen ließen. Das Resultat war, ein völlig überlastetes Trinkwassernetz und eine hohe Belastung der Anlagentechnik. Die Infrastruktur der Wasserversorgungsnetze muss optimiert werden, nicht nur in Hessen, sondern in ganz Deutschland. Ein weiterer Fokus liegt auf den Weiterverteilungsstationen , die mit der hohen Belastung zu den Stoßzeiten ebenfalls überfordert waren. Ohne ein ausgeklügeltes Lastenmanagement, kann die vollumfängliche Bedarfsdeckung, bei zusätzlich ansteigender Nachfrage, nicht mehr gewährleistet werden. Die komplette Wasserversorgungsinfrastruktur in Deutschland steht auf dem Prüfstand.

Hauswasserwerke und Kreiselpumpen für Privathaushalte – unabhängig von der städtischen Wasserversorgung

Zahlreiche Menschen setzen auf Hauswasserwerke und Kreiselpumpen, um autark vom städtischen Wasserversorgungsnetz leben zu können. Ein eigener Brunnen ist vielerorts genehmigungspflichtig, dennoch kann sich die Anschaffung lohnen. Die Wasserversorgungsnetze sind in Stoßzeiten überlastet und die Verteilungsstationen sind nicht für die langanhaltende, maximale Belastung geschaffen. Mit einem eigenen Hauswasserwerk bedienen entlasten Sie das Versorgungsnetz und sparen bares Geld. Das durch die Filteranlagen gereinigte Grundwasser eignet sich beispielsweise zum Wäschewaschen, für die Toilettenspülung oder für die Gartenbewässerung.

Welche Optimierungsvorschläge haben Wasserversorgungsbetriebe in Deutschland?

Das Behälter- oder Wasserspeichermanagement des städtischen Wasserversorgungsnetzes muss zu jeder Zeit und bei jeder Wetterlage, ausreichend Wasser zur Verfügung stellen können. Die verschiedenen Anlagen müssen besser aufeinander abgestimmt werden, denn dadurch wird die Leistungseffizienz des gesamten Versorgungssystems verbessert. Besonders wichtig ist der Einsatz von effizienteren Messtechniken. Mit modernen Messvorrichtungen ist es möglich, die Wasserabgabe und Verteilung von einer Leitzentrale aus zu steuern. Wasserübergabestellen und Wasserförderungsanlagen müssen enger zusammenarbeiten, damit das Lastenmanagement seine Effektivität unter Beweis stellen kann.

Durch die Messvorrichtungen kann der zentrale Wasserverteiler die Füllmenge der Wasserbehälter besser steuern. Der Wasseranbieter hat dadurch enorme Vorteile, denn er kann seinen Kunden immer genügend Wasser anbieten, selbst in heißen Sommermonaten und zu Stoßzeiten. Mit gutem Beispiel geht „Hessenwasser“ und die Bodenseeregion Aldingen voran. Die Pumpanlagen des Wasserversorgungsbetriebs Aldingen wurde mit modernen Frequenzumrichtern ausgestattet. Der städtische Versorgungsbetrieb arbeitet somit effizienter, garantiert eine gleichmäßige Wasserförderung und profitiert von geringeren Rohrreibungsverlusten.

Fazit: Die Wasserversorgungsanlagen in Deutschland müssen auf den Prüfstand!

Die Wasserversorgung ist im Spitzensommer 2018 an ihre Grenzen gestoßen. Kapazitäten wurden voll ausgelastet und vielerorts liefen die Pump- und Förderanlagen auf vollen Touren. Die Anlagen sollen aber möglichst gleichmäßig ausgelastet sein, denn das schont vor Allem die Maschinen, die Rohrleitungen und die verbauten Materialien. Durch die Rohrreibung wird die Strömungsintensität abgeschwächt. Energie geht verloren! Während die Analysten noch darüber streiten, was zu tun ist, können sich private Haushalte vor drohender Wasserknappheit wappnen. Der nächste, heiße Sommer kommt bestimmt. Was geschieht, wenn noch nicht alle Komponenten der Wasserversorgung aufeinander abgestimmt sind?

Die Verteilungszentralen können den Wasseranbietern erst volle Wasserbehälter garantieren, wenn die analysierten Maßnahmen des Lastenmanagements umgesetzt wurden. Hauswasserwerke und hauseigene Kreiselpumpen ermöglichen es unabhängiger vom städtischen Versorgungsnetz leben zu können. Immer mehr Menschen in Deutschland setzen auf die Selbstversorgung und wappnen sich vor drohenden Versorgungsengpässen.

Bildquelle:

  • https://pixabay.com/de/photos/tippen-schwarz-wasserhahn-k%c3%bcche-791172/